Wolf und die Welt

Diverse Belanglosigkeiten

Hanabi (Feuerwerk) in Kamakura

Letzten Freitag war ich mit Sandra in Kamakura am Strand eines der grossen japanischen kulturellen Events erleben: Hanabi (Feuerwerk), sehr szenisch von einem kleinen Ponton in der Bucht aus gestartet. Angesetzt war das Feuerwerk für 19 Uhr, und bei der japanischen Pünktlichkeit konnte man auch davon ausgehen dass das so sein würde. Michiyo empfahl uns rechtzeitig an den Strand zu gehen um noch einen Platz zu bekommen, ein Rat der sich als wertvoll entpuppte. Wir kamen um 16 Uhr am Bahnhof an und bewegten uns mit der Menschenmasse Richtung Strand. Dort angekommen bot sich uns folgendes Bild:

Kamakura1 Kamakura2 Kamakura3

Zwischen all den Reservier-Plastikplanen ergatterten wir noch zwei Handtuchbreit Platz und genossen die Mengen, das Wasser, das an den Büdchen erstandene Essen (Tako(Oktopus)-Teigbällchen, Sushi, Nudeln) und die klassische Musik. Ja, richtig gehört. Hier wurde über die Strandlautsprecher dezenter Jazz bzw. Klassik eingespielt:

Nun ja, irgendwann wurde es dämmrig, und unter allgemeiner Anteilnahme des Publikums (und einer sehr lauten weiblichen Stimme aus dem Lautsprecher) wurde der Countdown für das Feuerwerk runtergezählt. Die weibliche Stimme meldete sich auch immer wieder zwischen den Feuerwerks-”Schüben” und kommentierte diese (glauben wir). Immerhin dauerte das Feuerwerk 1,5 Stunden und bestand aus etwa 40 “Kapiteln”. (Btw: Weiss jemand was “ban” heisst?)

Leider ging der Akku meiner Digicam zu Neige, daher hier nur eine kurze Impression des (noch recht unspektakulären) Feuerwerksanfanges. Aber seid versichert, es war sehr schick! Zwischendurch zog ein kleiner Schlepper noch ein schwimmendes Ponton mit einer mobilen “Abschussbasis” hinter sich her, auch sehr beeindruckend. Leider kam der Wind vom Meer so dass manche Lichtgarben lediglich die Rauchwolken der vorangegangenen Explosionen erleuchteten - was manchmal gut, manchmal garnicht aussah.

Besonders hohe Raketen wurden immer mit grossem “Oohhh!” und Klatschen kommentiert, also mangelnde Begeisterungsfähigkeit kann man den Japanern wirklich nicht unterstellen.

Der Knüller war dann halt das Zurückkommen. Menschenmassen, die alle einen Zug bekommen wollen. Wir standen - polizeigeregelt - eine Stunde auf der Strasse vor dem Bahnhof an (ja, alles schön nach Plan!) zwischen lauter unglaublich diziplinierten Menschen die Schwangere, Mütter mit Kleinkindern und Senioren ohne zu Murren durchliessen, alles untermalt von Polizeidurchsagen die wir nicht verstanden. Mit Sicherheit war es was wie “es geht gleich weiter, danke das sie Geduld haben, bleiben sie ruhig, bleiben sie hinter den Absperrungen…”

Wir konnten selbst kaum glauben als wir noch rechtzeitig für unseren letzten Anschlussbus in Zushi ankamen!

August 11, 2007 Verfasst von Wolf | Gegend, Japan, Leute, SOKENDAI | | 1 Kommentar

Ghibli-Museum

Also gut, alle die mit Anime-Filmen wie Prinzessin Mononoke, Chihiros Reise ins Zauberland, Das wandelnde Schloss, Nausicaä, Mein Nachbar Totoro, Die letzten Glühwürmchen und anderen nichts anfangen können, dürfen diesen Blog-Eintrag getrost überlesen. Andere sind unter Umständen schon bei der Überschrift neidisch geworden. Heute habe ich nämlich zusammen mit meinen Laborkollegen Ryota, Terufumi, Akihiro und Masashi das Ghibli-Museum in Mitaka, Tokyo besucht!

Auf dem Weg dorthin habe ich mal wieder ein Beispiel für effizientes Wohnen gesehen:

haus

Klar, solche Häuser gibt es überall - aber nicht so häufig wie hier!

Nunja, kaum angekommen wurden wir direkt von einem grossen Totoro nach unseren reservierten Eintrittskarten gefragt bevor wir reingelassen wurden. Im Gegenzug erhileten wir dann unsere “richtigen” Eintrittskarten, kleine pappgerahmte ausgediente Filmstreifen aus Ghibli-Movies, meiner zeigt Prinzessin Nausicaä.

Totoro Ghibli-Museum Ghibli-Museum2

Innen war fotografieren verboten, also müsst ihr mit meinen Beschreibungen vorlieb nehmen. Es gibt eine grosse dreistöckige Eingangshalle mit Nausicaä-Propeller an der Decken-Glaskuppel, einer kleinen Brücke, einer kleinen Wendeltreppe und einem Fahrstuhl. Davon abgehend sind kleinere Räume mit verschiedenen Ausstellungen. In einer wurde z.B. das Animefilm-Prinzip erklärt (sehr süß in 2D und 3D gemacht, mit kleinen Totoros und einem rennenden Catbus!), kleine Endlos-Animes gezeigt… In anderen Räumen waren Filmskizzen an der Wand zu sehen, Miyazakis Zeichentisch war aufgebaut, dutzende von Büchern waren zu sehen, mit denen sich die Zeichner Anregung für bestimmte Szenarien suchen (Toskana, Schottland, Brücken in Frankreich, Rosen, romantische Architektur…), mehrfach standen Einweckgläser mit abgenutzten Stiften herum, welche alle bei den Filmen zum Einsatz gekommen waren, und einige Storybooks standen zur Einsicht bereit.

Erwähnenswert ist auch der Riesen-Plüsch-Catbus, den leider nur Kinder bekraxeln durften. Der ursprüngliche Plan von Akihiro und mir, uns als nichts-verstehende Ausländer (Deutscher und Chinese) auszugeben wurde leider verhindert - dazu waren die Piktogramme auf den Schildern zu eindeutig, ausserdem achteten drei Mitarbeiterinnen peinlich darauf, das kein Kind zu lange rumspielte. Immerhin, als eine unsere traurigen Gesichter sah gab sie uns einen Plüsch-”soot gremlin” in die Hand mit dem man auf der Spielwiese rumwerfen konnte.

Eine der Hauptattraktionen war sicherlich das Saturn-Theater, in dem 15minütige exclusive Kurzfilme zu sehen sind. Heute gab es “Wasserspinne Monmon“, eine (aus biologischer Warte) überraschend exakte Wiedergabe des Lebens einer Wasserspinne die sich in eine Wasserläuferin verliebt (natürlich ist die Dramaturgie nicht biologisch exakt, aber vergleicht man diesen Film mit Disneyfilmen in denen Insekten oft nicht mal sechs Beine haben, so war das hier fast ein Heinz Sielmann-Film!). Mich zumindest hat die exakte Wiedergabe der verschiedenen Wasserbewohner fasziniert.

Oben auf dem Dach stand dieser Kollege, ein Robotersoldat aus “Schloss im Himmel”. Wir gesellten uns mal dazu. Natürlich darf eine Hinweistafel im Japan-Stil nicht fehlen…

Robot soldier Hinweistafel

Die Tafel erinnerte mich an das Hinweisschild vor einem Club, welches ein JSPS-fellow entdeckt hatte: “Please don’t sit  around the stairs. It’s not good for other people.” Always consider the others!

Im Anschluss an den Museumsbesuch hatten wir noch ein kräftiges Ramen nahe Kichijōji, dann ging es zurück ins Labor!

August 8, 2007 Verfasst von Wolf | Gebäude, Japan | | 2 Kommentare

Japan-Eigenheiten V

Heute hatte ich mal wieder das zweifelhafte Vergnügen um 0:30 Uhr mit der letzten Keio-Inokashira-Bahn von der Uni (Komaba-Todaimae) nach Shibuya zu kommen. Natürlich war sie relativ voll, aber darum geht es nur am Rand. Da dies ja eine Sternlinie ist die in Shibuya stumpf auf dem Yamanote-Ring endet, war es also gleichzeitig auch die letzte Bahn RAUS in diese Richtung. Selbstverständlich kamen mir deshalb zig Menschen entgegengerannt um den letzten Zug zu bekommen. Der Service hier ist ja berühmt, was machen also die Japaner? Zwei Bahnbeamte stellen sich in den Bahnhof und kündigen per Megaphon die baldige Abfahrt des letztes Zuges in diese Richtung an! Pflichtbewusst spurtet da selbst die ältere Sekretärin in Stöckelschuhen los.

Jetzt frage ich mich: warum fahren nicht einfach noch später Züge? Bei uns ist so etwas in der Regel nach Angebot und Nachfrage geregelt, und an Nachfrage mangelt es hier gewiss nicht. Mein Verdacht ist ja, das die Japaner sonst NOCH LÄNGER im Büro arbeiten würden, und da das der Volksgesundheit nicht gut tut - wird dies über die letzte Bahn reguliert!

Klingt absurd? Im RIKEN werden abends Durchsagen gemacht die es den Arbeitnehmern nahelegen doch jetzt nach Hause zu gehen, es sei doch schon spät…

August 7, 2007 Verfasst von Wolf | Eigenheiten, Japan, Leute | | 2 Kommentare

Der Biolog’, der Biolog’…

… der kann halt nicht aus seiner Haut:

Heute ist es mir endlich mal gelungen, den lokalen Lärmverursacher Nummer eins dingfest zu machen:

et voila:

zikade

アブラゼミ
Graptopsaltria nigrofuscata, eine Singzikade

Die Art zumindest mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit. Wer sich auch anhören mag wie das klingt, auf Izu-Hanto habe ich eine aufgenommen (ignoriert das Video):

August 7, 2007 Verfasst von Wolf | Eigenheiten, Japan, Reise | | Keine Kommentare

Schlaftaktiken

Wo wir schon bei dem Thema Klimaanlage sind: Wir bonzigen JSPSler haben natürlich Zimmer mit Klimaanlage inclusive und müssen nicht auf Stromverbrauch/Kosten Rücksicht nehmen (obwohl es natürlich sinnvoll wäre, aber das ist ein anderes Thema. Siehe auch die Rubrik “Wohnen” im Umwelt-Wiki, welches von einem Freund mitgegründet wurde).
Sandra hat zumindest folgende gut funktionierende Taktik entwickelt: Kurz vor dem Schlafengehen wird das Zimmer nochmal maximal (18°C) abgekühlt um das Einschlafen zu erleichtern, und wenn es dann graduell wieder wärmer wird schläft man schon tief und fest. Einziger Nachteil: Beim Einschlafen sieht man als Bodengast im Schlafsack-Inlet aus wie ein Eskimo:

sandra

August 6, 2007 Verfasst von Wolf | Eigenheiten, Gebäude, Japan, Leute | | Keine Kommentare

japanische Arbeitsmentalität

Darüber wird ja viel gemunkelt. Die Japaner kommen frühmorgens, arbeiten bis spät in die Nacht, Wochenende wird durchgearbeitet, uswusf…

Wie mit so vielen Gerüchten hat einiges einen wahren Kern, andererseits sind die Japaner auch nur Menschen. Das Bild hier zeigt unsere Labor-Anwesenheits-Magnetwand (inside/outside Komaba Campus), der aufmerksame Beobachter erkennt auf dem bräunlichen Sticker das Kanji für “Ookami”-Wolf. Das Bild habe ich gestern, Sonntag abends um halb acht gemacht, d.h. neben mir waren noch zwei da, aber das passiert bei uns in Marburg auch schon mal.

insideKomaba

Ich habe Akihiro und Ryota mal gefragt was ihrer Meinung der Grund dafür ist, das Japaner am Wochenende so gern ins Labor gehen. Es kristallisierte sich folgendes heraus: Momentan ist es hier richtig schwül, so dass man eine Klimaanlage sehr zu schätzen lernt. Für die meisten japanischen Studis ist ein klimatisiertes Zimmer jedoch nicht erschwinglich (erst recht nicht in Tokyo!), und in der Uni ist sie umsonst. Ach ja, und bei den Pappwänden hier ist es im Winter zu kalt zu Hause. Da kann man ja dann das Angenehme mit dem Nützlichen… Erschwinglichkeit ist auch eine weitere Motivation in die Uni zu gehen. Viele in Tokyo verfügbare Freizeitaktivitäten sind schlichtweg zu teuer für die regelmäßige Nutzung durch die Studis.

Nur damit wir uns nicht falsch verstehen, gestern war das Labor nicht gerammelt voll mit Klimaanlage-Süchtigen armen Schluckern: Atsushi kam heute mit einem ziemlichen Sonnenbrand in die Uni - er hat das Wochenende mit Freunden am Strand verbracht…

August 6, 2007 Verfasst von Wolf | Eigenheiten, Japan, Leute, Uni | | Keine Kommentare

Shibuya an einem Werktag morgens um neun

Das klingt schlimmer als es ist, ehrlich. Klar, da wollen ziemlich viele Menschen zur Arbeit, aber eigentlich schwimmt man da so mit. Um das mal zu zeigen gibt ein Video von meinem Weg von der einen Bahn zur anderen quer durch das Stationsgebäude. Vorsicht, ist 3 Minuten lang und hat nicht gerade das, was man einen Spannungsbogen nennt, aber für die Fans… Im Vorbeigehen bekommt man noch ein wenig den Kleidungsstil in Tokyo mit, und die vielen auffallend schlanken Menschen.

August 3, 2007 Verfasst von Wolf | Gegend, Japan, Leute | | 1 Kommentar

Urlaub - Tag 9 - Chuzenji-ko

Wunderschön hier, vor allem wunderschön kühl. Recht früh verliessen wir den Campingplatz Richtung Wandergebiet. Unser erstes Ziel hiess Yumoto-Onsen, noch mit dem Bus zu erreichen. Wie der Name schon sagt (Onsen), hier gibt es heisse Quellen.

Yumoto

Und hier begann unser Tagestrip. Nachdem wir uns gegen Gipfelsturm (es hätte 2500 m gegeben) und für Rundwandern entschieden haben, wurden wir nicht enttäuscht.

Insbesondere nicht, da es später zuzog und sogar regnete, was beides sicherlich weiter höher noch unangenehmer gewesen wäre.

Baum See Plains

So war das einzige was manchmal störte die sechs Schulklassen bzw. Ferienlagertrupps mit jeweils etwa 30 zwölfjährigen Japanern/-innen und entsprechendem Lautstärkepegel. Da folgende Video war schon gegen Ende des Weges, da waren sie etwas zahmer:

Hat man eine Gruppe abgehängt, rannte man in die nächste.

Ansonsten kam man sich vor wie in einem Wald der diversen Miyazaki-Animefilme (Mononoke, Mein Nachbar Totoro); viel Moos, viel grün, viel schön.

Der zweite Teil der Wanderung ging in ein Sumpfgebiet über, welches zu Füssen des Narai-Berges liegt. Hier fing es auch an zu regnen, aber irgendwie passte das dazu.

plains1 cheese wasserfall

Da Bild von Sandra schaut zwar ein wenig bescheuert aus, war aber der Versuch, das Fotogehabe der Japaner/-innen nachzustellen. Wichtige Merkmale: Viktory-Zeichen, leicht schräges Stehen, Füße inwärts gerichtet. Immer! Und hier nochmal die Sumpfgegend, mit umnebeltem Narai im Hintergrund.

Schliesslich und endlich auf dem Rückweg zu unserem Campingplatz kamen wir noch bei den Ryuzu-Fällen vorbei, und da gelang mir dieses Bild auf das Caspar David Friedrich stolz gewesen wäre. Ich schwöre, ich habe den Typ nicht gezwungen so dazustehen!

CDF

Das war der Urlaub. Nach Einsammeln der Rucksäcke fuhren wir wieder mit dem Bus nach Nikko und von da mit dem Zug zurück nach Tokyo. Im Zug jedoch leisteten wir uns für die anstrengnde Wanderung noch so ein Lunch-paket, welche es in jeder Bahnhofs-Station zu kaufen gibt und die in äusserst schmucken Schächtelchen verkauft werden. Oichi!!

Lunchbox oichi

August 3, 2007 Verfasst von Wolf | Eigenheiten, Gegend, Japan, Leute, Reise | | Keine Kommentare

Urlaub - Tag 8 - Nikko/Chuzenji-ko

Die letzte Station unseres Urlaubes sollte nochmal ein Wandergebiet sein, diesmal allerdings rund 900 m höher in den japanischen Alpen, was wir klimatechnisch sehr begrüssten. Das rund zweieinhalb Stunden nördlich von Tokyo gelegene Nikko ist auch tempeltechnisch sehr sehenswert, diesbezüglich hatten wir aber vorerst genug. Wen es interessiert, in Nikko ist unter anderem das Original der drei Affen (nichts Böses sehen, hören, sagen) zu finden. Für uns blieb von Nikko erstmal nur der Eindruck der Touri-Information und dieser Brücke hier:

Brücke

Der Sage nach wollte ein Mönch hier den Fluss überqueren, und ein Gott hat ihm dann freundlicherweise zwei Schlangen über den Fluss gespannt - bischen exaltiert, wenn ihr mich fragt.

Von Nikko aus ging es direkt für eine Stunde weiter mit dem Bus zum 400 m höhergelegenen See Chuzenji, genauer zum Campingplatz an seinem Ufer. Schöner See, schöne Landschaft, einige Kanus, Segler und Motorboote und - keiner badet! Verboten! (manchmal, ja manchmal…)

Chuzenji-ko

Wieder war es bereits zu spät noch was Großes zu reissen, also sahen wir uns nach Zeltaufbau in Ruhe das Örtchen Chuzenji an samt seines Naturmuseums, hatten unser Urlaubs-End-Dinner im japanischen steinernen Schweinchen (kleiner Insider), und ich machte noch ein Foto für ein weiteres Bilderrätsel (mal wieder leicht)! Was sieht man (1) da oben am Rand des Gebäudes stehen, und (2) was erwartet einen in dem schnuggeligen kleinen Häuschen?

Schwein ChuzenjiKatakana

August 3, 2007 Verfasst von Wolf | Gebäude, Gegend, Japan, Reise | | Keine Kommentare

Urlaub - Tag 7 - Futo/Izu

Für den Tag hatten wir uns vorgenommen einen “beautiful hiking trail along the coast line” entlangzuwandern. Sprich, mit der Bahn zwei Stationen weiter, dann konnten wir gemütlich den Tag über zurücklaufen. Unser Gepäck durften wir nach Hand- und Fussverständigung auf der Veranda der Platzmama parken, und los ging’s.

Der Wanderweg war in der Tat sehr schön. Hängebrücken, Säulenbasaltinseln, steile Kliffs mit szenischen Kiefern, verwunschene Treppen und Urwaldfeeling - und unerträglich schwüle Hitze.

IzuIzu1

Im Glauben in Japan steht eh an jeder Ecke ein Getränkeautomat, hatten wir nicht genug Wasser mitgenommen. Man will ja nicht jammern, aber es gibt einen Grund warum das Bild von uns beiden mit hochroten Köpfen und dehydriert hier nicht gepostet wird…

Irgendwann kamen wir wieder in belebtere Gebiete (mit Essbuden, Getränken und einer Tauchschule) mit lustigen Warnschildern die man an Nord- und Ostsee wohl nicht sehen wird:

Tsunami

Ziemlich fertig und etwas sonnenverbrannt holten wir gegen Spätnachmittag unsere Rucksäcke ab und fuhren Richtung Tokyo, um bei mir einen Zwischenstop zu machen und mal wieder günstig zu übernachten.

August 3, 2007 Verfasst von Wolf | Gegend, Japan, Reise | | 1 Kommentar