Indian summer und seine Rückstände
Neu-England ist ja berühmt für die Farbenpracht der Bäume während des „Indian summer“, dem Herbst hier. Und wirklich, es schaut schon toll aus mit all den roten, gelben, grünen, braunen Bäumen. Zwei Wochen später allerdings, wenn die Blätter dann runter sind, stellt sich den Gartenbesitzern oder -mietern eine ganz andere Frage: Wohin mit all’ dem Laub? Tja, und dieses Wochenende, als wieder die Laubbläser in der Nachbarschaft zum Konzert ansetzten, habe ich mal meine Harke ausgepackt und etwa zwei Stunden geschuftet. Daher hier ein paar Eindrücke, die man beim Schlagwort „Indian Summer“ normalerweise nicht zu sehen bekommt:

Die beiden Laubhaufen repräsentieren etwa die Hälfte des Laubes…
mein Haus, mein Bike, mein Boot!
Bäm bäm bäm, knallen die Karten auf den Tisch!
So allmählich wirds hier. Natürlich kommen die wichtigen Dinge zuerst, ein Kanu zum Beispiel. Viiiel wichtiger als ein Bett! Oder ein Auto. Wobei das hier echt praktisch wäre, zwei unverschuldete Fast-Unfälle hatte ich mit meinem schnittigen Bikel schon…

Habe ich erwähnt das mein Haus am See liegt? Die Leute sagen das es am See kalt wird im Winter, aber das nehme ich in Kauf! Hey, Stress-abbauendes Paddeln nach der Arbeit im eigenen Boot hinterm Haus, was will man mehr?

Arrival in Worcester, MA
Jetzt bin ich hier. Hier in Worcester, meiner ersten Postdoc-Stelle an der University of Massachusetts Medical School.
Noch leicht gejetlaggt in meinem neuen Reich, ohne Wohnung, Fahrrad oder Auto, aber immerhin schon mit Bank-Account und Telefon.

Ola tha pane kala.
Boston/Worcester-Update
Kleiner Nachtrag:
Bevor ich nach Woods Hole bin, habe ich Stanley und Tini in Boston beehrt. Unter anderem habe ich dort auch mein zukünftiges Labor an der University of Massachusetts Medical School in Worcester besucht.

Mehrere Arbeitsgruppen haben dort auf breiter Front ihre Arbeitsbuchten, unter anderem auch die Gruppe von Stanley. Eine der drei Buchten meiner AG sieht so aus:

Wie der Insider sofort erkennt, werde ich mich ab Anfang September mit der putzigen kleinen Taufliege Drosophila melanogaster beschäftigen, insbesondere mit ihrem Lernverhalten. Mein zukünftiges Labor, welches ich bisher nur von meinem Besuch im November 08 kannte, empfing mich herzlich. So herzlich, dass mich Mike direkt für Freitag zu seiner Hochzeit einlud. Mehrere Leute an dem Abend waren mir dankbar dafür, dass ich unangefochten den Titel des „Mr. Underdressed“ in Anspruch nahm - das hochzeitsähnlichste, was ich zu bieten hatte war ein Hemd…
Die Party war trotzdem super, das Essen sowieso. Interessanterweise war der halbe Laborflur anwesend; so ist das wohl wenn PhD students nicht aus dem Labor kommen und untereinander heiraten! Auf die Weise lernte ich auch direkt meinen Chef und seine Frau zu AC/DC tanzend besser kennen.
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