Martha’s Vineyard
…ist eine Insel vor Woods Hole, manchen bekannt als Rekreationsort der amerikanischen Noblesse. Dafür sprechen diese Bilder:

Aber auch norddeutsches ist hier vertreten:
(für dich, Mona)
Anderen dürfte der kleine Ort Edgartown als Filmort „Amity“ in Erinnerung sein, aus na, welchem Film? Kleine Hilfe – ein berühmtes Filmzitat ist: „We’re gonna need a bigger boat!“
And so they did:

Zusammen mit Christian und zwei Mietfahrrädern fuhren wir bis an die Ostküste von Chappaquiddik, einer kleinen Subinsel von Martha’s Vineyard. Neben unglaublich großen Wellen und schönem Sandstrand hat diese Insel auch vor exakt 40 Jahren und zwei Tagen Berühmtheit erlangt als das Ende von Ted Kennedys Präsidentschaftsplänen – er fuhr dort betrunken seine Sekretärin in den Tod („the Chappaquiddik incident“). Nuja, ich habe mir dort nur einen Sonnenbrand geholt, aber der hat es in sich!
Auf dem Rückweg haben wir noch einen schönen Blick auf die Landzunge zwischen Woods Hole und Nobska Point gehabt…

4th of July
Schon ne Weile her, aber erwähnenswert: Pünktlich zum Independence Dayfindet hier in Woods Hole eine Parade der besonderen Art statt: alle Kurse des MBL nehmen gewöhnlich teil und ebenso regelmäßig endet die Parade in einer Riesen-Wasserschlacht. Da unser Kurs letztes Jahr wohl eher langweilig daherkam, mussten wir das dieses Jahr aufholen. Dafür bauten wir einen gigantischen dreiäugigen Frosch aus Pappmaschee, den wir – sicher ist sicher – mit Haarlack wasserfest machten und mit einer roten Water-Pumpgun ausstatteten.

Er hielt den Wasserbombenattacken der Embryologen auch erstaunlich gut stand. Nur als sie mit einem gigantischen Netz ankamen wurde es eng. Zwar konnten wir sie abwehren, aber einige rissen unserem Frosch ein Bein ab, wohl bekomms. Aber lustig war’s!

Parasitologen, passend verkleidet.

Die Ento, Ecto- und Mesoderm-Section von Embryology übt ihren 70’s-Gastrulationstanz.
Uäääähhh!!!
…macht Angela, wenn es Breadpudding in der Mensa gibt. Aber auch schon mal im Kidd:
Humpback Whalewatching
Diesen Sonntag haben sich drei von uns an den Embryology-Kurs angehängt und sind nach Provincetown, MA gefahren zum Whalewatching. Der hier häufigste Wal ist der Buckelwal (nach fast vollständiger Ausrottung des Northern Right Whale, aber das ist eine andere Geschichte – ratet mal, woher der Name „Right Whale“ kommt…). Der Buckelwal ist bekannt für seine Gesänge (davon haben wir weniger mitbekommen) und seine „breaches“, seine Sprünge aus dem Wasser. Leider hat meine Kamera genau in dem Moment die Linse eingezogen als ein Wal vor uns sprang, aber ihr werdet einen groben Eindruck auch so bekommen…



Abschlussbericht – erster Teil!
Fertig mit dem ersten Teil, yeah! Zusammen mit Liliana aus Kolumbien und unserem Kursleiter Ricardo aus Chile waren wir TeamBogota, und untersuchten den Einfluss von Orexin A auf Zellen des akzessorischen olfaktorischen Bulbus der Maus. Zugegeben, die Neuropeptid-Idee war von mir, nur leider haben wir keinen Effekt gesehen (immerhin konnten wir es erklären). Die Nacht vor dem Abschlussbericht am Freitag war dann noch mal richtig lang, die Nacht danach aber ebenso, nur am Strand – das hat das Ganze wieder wettgemacht.

Kajak auf dem Atlantik
Das hatte ich ja zuletzt in Schottland, aber da war es Februar und ich war doch deutlich jünger. Dieses Mal hätte es mehr so ein cruisen werden sollen, aber der Atlantik wollte nicht mitspielen…
Christian der Däne und ich trauten uns trotz Wellen in den halboffenen Plastikdoppelsitzern raus, aber es hatte nicht viel Sinn. Nach fünf Wellen direkt ins Boot und einer Fast-Kenterung gaben wir auf – und blieben die einzigen die es überhaupt versucht haben. Leider sind die Beweisfotos auf einer kaputten Fotokarte von Janaina, DAS ist nun richtig ärgerlich!
Im Labor
Sososo, das wollt ihr doch alle wissen – so sieht’s im Neurobiology-Labor aus (heller als gedacht)! Ein bischen erinnert es an Harry Potter mit den verschiedenen Häusern; oben sind „Parasitology“, „Frontiers in Embryology“ und „Neural Systems and Behavior“, wir sind in den Dungeons.

Meine letzte Rotation war mit Angela, sehr sehr lustig. Fürs Foto habe ich ihr gesagt sie soll „bored“ schauen – good job! Das ist auch das Rig, in dem ich jetzt für die nächste Woche mit Liliana alles mögliche am olfaktorischen Bulbus untersuchen werde…

Kommunikation
Talking of communication: Dieses Bild hier spricht Bände- ein Plakat, welches bei uns im Labor hängt, zusammen mit Janaina, der Brasilianerin.
Der Wahlspruch aller Nicht-Muttersprachler….

Geburtstag
Ach ja, da war ja was: Alle Jahre wieder und so…
Riesengeburtstagsfan der ich bin, hatte ich ja ein wenig gehofft hier in Woods Hole würde das untergehen in all dem Stress. Weit gefehlt! Irgendwann war das ganze Lab leer, und unter kruden Vorwänden wurde ich in den „Pit“, unseren Aufenthaltsraum geschleust. Dort, erst alles dunkel und dann Riesenüberraschung, alle da und „Happy Birthday“ johlend! Dazu gabs lecker amerikanisch Pampe-Kuchen, Sekt und Kerzenausblasen – doch, war nett!
Das Highlight war allerdings schon vorher geplant: Doppel-Lobster-Special bei Shuckers, dem Restaurant neben Kaptain Kidd (für die Eingeweihten). Für läppische US$ 24 bekommt man Miesmuscheln, andere Muscheln, Maiskolben, Hummer – und Dienstags NOCH einen Hummer gratis dazu. Wir sind bestimmt zu zehnt dorthin, war lustig.


Abends im Kidd wurde ich Opfer des Drink-Brauches: Ziemlich viele fühlten sich bemüßigt, mir einen Drink zu spendieren, da waren neben Klassikern wie Tequila auch Spezialitäten wie „brain hemorrhage“ dabei! Ich hatte dummerweise Laura verraten, dass ich einen „Schnapsgeburtstag“ feiere, und als ehemalige Barkeeperin kam sie mit der Hirnblutung um die Ecke (nachdem sie dem Barkeeper erklärt hat wie man ihn macht).

Davor und danach war selbstverständlich 3h Vorlesung, Labor, Labor…
Ach ja, das hätte ich fast vergessen: Meine brasilianische Laborpartnerin an dem Tag versuchte, „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag“ zu sagen: Fail. Es klappte so halbwegs, nachdem sie es lautmalerisch ins portugiesische übersetzt hat: „Rertislichen gluckvunchi tsum guibultstack!“
Namibia 2009
Und auch 2009 führt mich mein Weg ins Land der Wüsten und der Trockenheit – dachte ich. Nur dass Namibia dieses Jahr regelrecht abgesoffen ist, die ehemalige Minenstadt Uis war da recht eindrucksvoll. Ansonsten hat mich der Caprivi-Streifen im Nordosten gesehen wie auch das Kaokoveld im äußersten Nordwesten, wo ich wieder mal mit meinen Jenaer Kollegen im bewährten Team Insekten jagte.

Jetzt schält sich mein Sonnenbrand im ungleich kälteren Marburg, wo es zwar auch regnet aber irgendwie ist es nicht das gleiche…
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