Wolf und die Welt

Diverse Belanglosigkeiten

Uäääähhh!!!

…macht Angela, wenn es Breadpudding in der Mensa gibt. Aber auch schon mal im Kidd:

Juli 3, 2009 Verfasst von Wolf | Eigenheiten, Essen, Leute, USA, Woods Hole | | 1 Kommentar

Letztes Wochenende Tokyo!

Die Zeit vergeht, man glaubt es kaum. Für die letzten Tage hat sich Sebi, einer meiner Mit-JSPSler aus Kyoto bei mir einquartiert um noch ein wenig Tokyo mitzunehmen vor der Abreise.

Freitag waren wir erst mit Camille (JSPS Frankreich), Ryan (JSPS USA), Ryota (Bekannter v. Camille), und Vanessa (JSPS Deutschland) Essen nahe Harajuku, dann sind Vanessa, Sebi und ich noch in einer Shochu(Dünn-Schnaps)-Kneipe bei Ikebukuro versackt bis zur ersten Bahn um halb sechs.

Am nächsten Tag hatten wir uns für den Tokyo Tower verabredet, auf dem ich ja immer noch nicht war! Und zu unserem Glück haben wir von oben noch vier(!) Feuerwerke am Horizont beobachten können (mittleres Bild). Sebi hatte leider etwas mit seiner Höhenangst zu kämpfen…

Tokyo_tower_hafenTokyo_tower_hanabiTokyo_tower_skylineSebi_Vanessa

Im Anschluss sahen wir uns die diversen „Sehenswürdigkeiten“ in den unteren Etagen an. Kurios. Ich habe sehr viel über Krautrock gelernt, und über den Elektrolurch. Auch gab es hier die schlechteste Wachskopie der Beatles zu bestaunen, jedwege Ähnlichkeit ist rein zufällig. Nächste Woche werden die gleichen Vier bestimmt als „KISS“ eingekleidet .

Beatles

Irgendwann konnten wir uns mit Mühe losreissen und fuhren mit der Monorail rüber zur aufgeschütteten Spassinsel im Hafen von Tokyo, Odaiba. Dort erwartete uns eine ziemlich beeindruckende Skyline mit Rainbow Bridge und Tokyo Tower, sowie mit Miniatur-Freiheitsstatue. Nach einem guten Dinner in einer komischen japanisch/mexikanischen Restaurant-Mischung gingen wir mit Wegbier und Chips zum Strand um die letzte Bahn zu verpassen.

Freedom_statue_Odaiba Rainbow_bridge Odaiba_Essen

War nicht so clever. Das Taxi zurück in die Stadt um ein Uhr kostete uns 3000 Yen, aber wir waren ja noch nicht müde und liefen den Rest der Strecke Richtung Roppongi. Die richtig guten Spots haben sich anscheinend mal wieder vor uns versteckt, aber der Jazz Club in dem wir zumindest bis vier Uhr sitzen konnten war sehr schön. Die erste Bahn fuhr aber wieder erst um halb sechs, also haben wir kurzerhand vorher noch ein Yakitori-Frühstück in einem Strassenrestaurant eingelegt. Dort begegnete uns noch Melanie (JSPS Deutschland), die nach ihrem Aussehen wohl erfolgreicher bei der Clubsuche war, und nun zur ersten Bahn nach Hause ging. Wir machten es ihr nach, und nahmen uns für den Sonntag eine intensivere Clubsuche vor!

Roppongi

Den fanden wir dann auch. Ganz nah. In Shibuya. Ein stinknormaler Club. (Fast) ohne hochhackige Schuhe, dafür aber nette normale Leute und vernünftige Musik, ich dachte schon das gibt’s nicht bei mir um die Ecke. Das einzig ärgerliche: warum habe ich diesen Club erst an meinem letzten Wochenende entdeckt? Diesen Werbungsflyer dort fand ich cool:

from shibuya with love

August 19, 2007 Verfasst von Wolf | Essen, Gegend, Japan, Leute | | Noch keine Kommentare

Urlaub – Tag 2+3 – Miyajima

Nachdem wir am 21.8. abends noch in der Jugendherberge von Hiroshima in Sandras Geburtstag reingefeiert haben ging es am nächsten morgen weiter nach Südwesten auf die heilige Insel Miyajima. Interessante Fakten hierzu:

Die Insel beherbergt seit dem 6. Jahrhundert einen Schrein, auf der Insel darf nicht gestorben noch geboren werden (unrein!) und Frauen ist das Betreten erst seit dem 20. Jahrhundert erlaubt. Die Insel, die Tempel und Schreine sind äußerst malerisch, nicht umsonst gilt die Insel als eine der drei schönsten Landschaften Japans und gehört zum Weltkulturerbe.
Manchen ist vielleicht das große rote Tor im Meer ein Begriff (O-Torii), wahrscheinlich eines der meistfotografierten Objekte in Japan. Neben der Landschaft fallen einem auch die zahmen bis zudringlichen Hirsche auf, die bereits am Fährhafengebäude auf einen warten und bei Unaufmerksamkeit alles essen was sie bekommen: Kekse, Tickets, Karten, Plastiktüten, Shorts,…

Auf der Insel kam zum ersten Mal unser Minizelt zum Einsatz, da der Strand an der Nordseite einen der raren Campingplätze besass. Dort gab es jede Menge Platz und wieder Hirsche als Nachbarn, aber keine Duschen, naja. Dafür war er sehr billig, 300 Yen/Person/Nacht, das sind 1,90 €.

Nachdem unser Zelt stand sind wir durch den Wald auf den Berg Misen (heilig, was sonst) gewandert, bei mehr als schwülem Wetter und leicht bedecktem Himmel. Oben wurden wir mit einem freundlichen „Konnichiwa Ihr beiden!“ von Jan begrüsst, einem weiteren deutschen JSPS-Fellow der mit seiner Familie unterwegs war. Auf der ganzen Bergspitze rennen oder liegen halbzahme Affen rum, manche lausen die Hirsche die da auch rumliegen, manche klauen Handtücher (gell Sandra?). Etwas weiter haben wir dann noch Camille getroffen, diesmal eine französische JSPS-Fellow die uns bereits in Hiroshima über den Weg gelaufen ist. Japan ist klein. Und schwül. Und öfters mal bedeckt, so dass wir von „einer der schönsten Aussichten Japans“ von der Bergspitze aus nicht viel gesehen haben.

Abends gönnten wir uns noch ein dickes Geburtstagsfestessen (Okonomiyaki, eine Art Pfannkuchen auf Kohl), eine Touri-Lichtshow im Hafen und ein Bierchen mit Camille und ihrem Freund, dann ging’s ins Zelt. Den nächsten Morgen mit gepackten Rucksäcken noch ‘ne schnelle Runde im Pazifik gedreht, alles ins Schliessfach am Fährhafen, die Tempel besichtigt, und abends ging es weiter nach Kyoto!

http://de.wikipedia.org/wiki/Miyajima

August 1, 2007 Verfasst von Wolf | Essen, Gegend, Japan, Leute, Reise | | 1 Kommentar

Tsukiji Fischmarkt

Nach einem ersten missglückten Versuch vor zwei Wochen haben Sandra und ich es diesen Samstag geschafft, um 5 Uhr auf den berühmten Fischmarkt in Tokyo-Tsukiji zu fahren. Dies ist einer – wenn nicht der – größte Fischmarkt der Welt, auf dem täglich von 4 Uhr bis etwa 10 Uhr alles was aus dem Meer kommt gehandelt wird.

Tsukiji1 Tsukiji2Tsukiji3Tsukiji4Wal

Dem aufmerksamen Beobachter ist sicher nicht entgangen, dass das Fleisch im letzten Bild etwas dunkel aussieht, und das Poster im Hintergrund lässt die Antwort erahnen: dies hier ist der Walfleisch-Stand. Es blieb der Einzige den wir sahen.

Frische besitzt im Land des Sushi und Sashimi (roher Fisch) natürlich einen extrem hohen Stellenwert:

Meine geliebten Oktopoden waren auch dabei:

lebender Oktopus

Insbesondere berühmt ist dieser Fischmarkt für seine Thunfischauktion, die um 7 Uhr schon abgeschlossen ist. Die Händler und Sushi-Meister gehen zwischen dem tiefgefrorenen Thun herum, betasten das Fleisch, leuchten, testen, beratschlagen…

Ist die Auktion vorbei, zieht jeder mit seiner Beute in die Kühllaster oder zum Zerteilen zu seinem Stand.

Thun verkauftThun verkauft2

NOCH teurer ist natürlich der frisch angelandete Thun, der auf Eis ankommt und von geübten Händen filetiert und zerlegt wird. Drei Werkzeuge sind hierbei immer im Einsatz: 1. der Haken, mit dem die Fische rumgezerrt werden (rechts), 2. das Filetiermesser von adäquat enormer Größe (Mitte), 3. die Säge, mit der die Wirbelsäule geteilt wird (links). Fast liebevoll wird der Fisch dazwischen geputzt und insgesamt behandelt.

Zerlegewerkzeug

Thun zerlegen

Die meisten Fische sind hierbei soo frisch, dass quasi kein typischer „Fischgeruch“ in der Luft hängt. Im Anschluss an den Fischmarkt drängeln sich nicht wenige Japaner vor den umliegenden Sushi-Läden, um das garantiert frischeste Sushi zu geniessen. Es waren mal wieder so viele (schön in 2er-Reihen vor den Eingängen wartend!) dass Sandra und ich uns mit Take away-Sushi begnügten und uns nicht reinsetzten. Insgesamt ein sehr zu empfehlender Besuch, man muss sich lediglich ständig bewusst sein dass man hier dauernd im Weg steht – immerhin wird hier gearbeitet, und die wenigsten Händler und Arbeiter hier haben die Zeit oder Lust, mit ihren coolen Scootern auf Touris Rücksicht zu nehmen!

Juli 15, 2007 Verfasst von Wolf | Essen, Gegend, Japan, Leute | | 2 Kommentare

zweites Wochenende in Tokyo

…und natürlich waren wir unterwegs! Nach Akihabara trafen wir uns abends mit ein paar Leuten (deutsche, amerikanische und französische Mit-JSPSler) erst zum Trinken, dann zum Karaoke-Singen.

Aber zuerst zum Restaurant:

restaurant

Die schicke Tafel, die Vincent und Dmitry da hinten in den Händen halten, ist ja eigentlich zum online bestellen gedacht, nur irgendwie haben wir die geschrottet. Peinlich das. Damit war es aber der Peinlichkeiten nicht genug, denn natürlich musste man die Schuhe ausziehen (noch nicht peinlich) und in einen Schuhschrank stellen (auch noch nicht peinlich). Dann konnte man den Schuhschrank zumachen. Oder halt nicht, so wie ich mit der Nummer 35 (peinlich):

Schuhschrank

Das heisst, zu war das Fach ja, nur gings nicht wieder auf, weil ich den Steg mit reingedrückt habe. Dann dauerte es lediglich eine Viertelstunde, bis ein Kellner (dem das auch peinlich war) mit einem Flaschenöffner das Fach aufgebrochen hatte. Aber – wie man sieht – bin ich wohl nicht der Erste gewesen dem das passiert ist!

Juli 3, 2007 Verfasst von Wolf | Eigenheiten, Essen, Gebäude, Japan, Leute | | 1 Kommentar

Mensaessen

Das hier ist ein typisches Mensaessen. Im Gegensatz zu Marburg gibt es hier Fisch nicht nur Freitags, sondern als Option täglich. Nicht verkehrt, finde ich.

Mensa

Ebenfalls täglich gibt es Reis, war ja klar. Und die unumgängliche Miso-Suppe (unten), an die ich mich inzwischen gewöhnt habe. Gegessen wird (zumindest in meiner AG) um 12 Uhr (lunch) und um 18 Uhr (dinner). Davor und danach wird fröhlich gearbeitet (auffällig hier: das Post-Mensa-Fett-Koma entfällt!).

Juni 27, 2007 Verfasst von Wolf | Essen, Japan, Uni | | 2 Kommentare

Japan-Eigenheiten

So, darauf habt ihr doch gewartet, lustige Eigenheiten aus Nipponland!

Nun denn, das hier ist mein Klo in SOKENDAI. Die Knöpfe sind nicht zur Zierde da, neinnein. Da hätten wir neben dosierbarem Wasserstrahl noch Bidet, Sitzheizung und Gebläse!

Toilette

 

Nummer zwei:

Das ist jetzt vielleicht weniger lustig, aber stellte uns doch vor Probleme. Ich verrate mal soviel: das Ding ist ein Wäschetrockner. Man glaubt garnicht wie viele Optionen man an so einem Gerät auswählen kann!

Trockner

In dem Zusammenhang: das Leseproblem bleibt bestehen – ich musste schmerzlich unter der Dusche feststellen, dass das vermeintliche Shampoo in Wirklichkeit Conditioner war…

Nummer drei:

Snacks

Das Snack-Regal. Während die obere Reihe ja noch ganz vertraut aussieht, sind die richtig guten Dinge darunter: das meiste ist getrocknetes Ozean-Getier: Fisch, Tintenfisch, Oktopus …hab ich direkt eine Packung am ersten Abend weggeputzt, sehr lecker!

Juni 23, 2007 Verfasst von Wolf | Eigenheiten, Essen, Hotel, Japan, SOKENDAI | | 1 Kommentar