Wolf und die Welt

Diverse Belanglosigkeiten

maledivische Botschaft und Verkehrs-Bademeister

Malediven

Da sag noch einer die kleinen Länder hätten keine würdigen Vertretungen!

Immerhin, die Gegend hat eine gewisse Reputation: zwischen Tokyo Tower und Roppongi, das ist eine gute Adresse!

Ob die Tokyoter Polizei sich allerdings von dem Inselstaat hat inspirieren lassen für diesen Bademeisterposten gleich davor bleibt ihr Geheimnis:

Polizei-Bademeister

August 19, 2007 Verfasst von Wolf | Eigenheiten, Gebäude, Gegend, Japan, Leute | | Keine Kommentare

Fitnessdrink 2008

Heute war ich Mittagessen einkaufen mit Ryota (Mensa hat zu, Obon-Feiertage!), da zockt er sich doch einen seltsamen Saft, ich nicht faul hole mir natürlich sofort das zweite Produkt der Linie:

Vinegar

Es handelt sich um Apfel-, bzw. Ananassaft mit Essig (black vinegar). Klingt komisch, schmeckt ungefähr so wie man es sich vorstellt (ziemlich lecker also) und hat diesen Hintergrund: Immerhin befinden wir uns hier im Land welches Yakult und das isotonische Getränk erfunden hat (zumindest zweiteres könnte ich mir gut vorstellen), und wo es neben den Kassen eigene Regale mit Vitamin- und Mineral-Shots gibt (Dicker, das is halt doch dein Land). Und, ihr ahnt es, der neue Gesundheitsrenner hier ist - Essig! Demnächst auch in ihrem Laden…

August 14, 2007 Verfasst von Wolf | Eigenheiten, Japan | | Keine Kommentare

Idole - Teil 2

Nachdem ich euch vor geraumer Zeit das Computerdesktop-Mädchen meines Labors vorstellte (Blogeintrag “Idole“, eigentlich eine eigene Rubrik wert: Bildschirmhintergrund-Babes, die Spindluder der Computernerds…), kommt nun das entsprechende Bubi-Bild. Warum ich dieses schäbige Bahnstationsposter für repräsentativ halte? Heute habe ich zum dritten Mal beobachtet wie dieses Bild von kichernden Mädchen mit ihren Fotohandys abgelichtet wurde, das sollte reichen.

tolle_maenner

…und nein, ich habe bei dem Machen des Fotos NICHT albern gekichert! (auch wenn sich der ein oder andere Passant argwöhnisch umgedreht hat)!

August 13, 2007 Verfasst von Wolf | Eigenheiten, Gegend, Japan, Leute | | Keine Kommentare

Japan-Eigenheiten V

Heute hatte ich mal wieder das zweifelhafte Vergnügen um 0:30 Uhr mit der letzten Keio-Inokashira-Bahn von der Uni (Komaba-Todaimae) nach Shibuya zu kommen. Natürlich war sie relativ voll, aber darum geht es nur am Rand. Da dies ja eine Sternlinie ist die in Shibuya stumpf auf dem Yamanote-Ring endet, war es also gleichzeitig auch die letzte Bahn RAUS in diese Richtung. Selbstverständlich kamen mir deshalb zig Menschen entgegengerannt um den letzten Zug zu bekommen. Der Service hier ist ja berühmt, was machen also die Japaner? Zwei Bahnbeamte stellen sich in den Bahnhof und kündigen per Megaphon die baldige Abfahrt des letztes Zuges in diese Richtung an! Pflichtbewusst spurtet da selbst die ältere Sekretärin in Stöckelschuhen los.

Jetzt frage ich mich: warum fahren nicht einfach noch später Züge? Bei uns ist so etwas in der Regel nach Angebot und Nachfrage geregelt, und an Nachfrage mangelt es hier gewiss nicht. Mein Verdacht ist ja, das die Japaner sonst NOCH LÄNGER im Büro arbeiten würden, und da das der Volksgesundheit nicht gut tut - wird dies über die letzte Bahn reguliert!

Klingt absurd? Im RIKEN werden abends Durchsagen gemacht die es den Arbeitnehmern nahelegen doch jetzt nach Hause zu gehen, es sei doch schon spät…

August 7, 2007 Verfasst von Wolf | Eigenheiten, Japan, Leute | | 2 Kommentare

Der Biolog’, der Biolog’…

… der kann halt nicht aus seiner Haut:

Heute ist es mir endlich mal gelungen, den lokalen Lärmverursacher Nummer eins dingfest zu machen:

et voila:

zikade

アブラゼミ
Graptopsaltria nigrofuscata, eine Singzikade

Die Art zumindest mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit. Wer sich auch anhören mag wie das klingt, auf Izu-Hanto habe ich eine aufgenommen (ignoriert das Video):

August 7, 2007 Verfasst von Wolf | Eigenheiten, Japan, Reise | | Keine Kommentare

Schlaftaktiken

Wo wir schon bei dem Thema Klimaanlage sind: Wir bonzigen JSPSler haben natürlich Zimmer mit Klimaanlage inclusive und müssen nicht auf Stromverbrauch/Kosten Rücksicht nehmen (obwohl es natürlich sinnvoll wäre, aber das ist ein anderes Thema. Siehe auch die Rubrik “Wohnen” im Umwelt-Wiki, welches von einem Freund mitgegründet wurde).
Sandra hat zumindest folgende gut funktionierende Taktik entwickelt: Kurz vor dem Schlafengehen wird das Zimmer nochmal maximal (18°C) abgekühlt um das Einschlafen zu erleichtern, und wenn es dann graduell wieder wärmer wird schläft man schon tief und fest. Einziger Nachteil: Beim Einschlafen sieht man als Bodengast im Schlafsack-Inlet aus wie ein Eskimo:

sandra

August 6, 2007 Verfasst von Wolf | Eigenheiten, Gebäude, Japan, Leute | | Keine Kommentare

japanische Arbeitsmentalität

Darüber wird ja viel gemunkelt. Die Japaner kommen frühmorgens, arbeiten bis spät in die Nacht, Wochenende wird durchgearbeitet, uswusf…

Wie mit so vielen Gerüchten hat einiges einen wahren Kern, andererseits sind die Japaner auch nur Menschen. Das Bild hier zeigt unsere Labor-Anwesenheits-Magnetwand (inside/outside Komaba Campus), der aufmerksame Beobachter erkennt auf dem bräunlichen Sticker das Kanji für “Ookami”-Wolf. Das Bild habe ich gestern, Sonntag abends um halb acht gemacht, d.h. neben mir waren noch zwei da, aber das passiert bei uns in Marburg auch schon mal.

insideKomaba

Ich habe Akihiro und Ryota mal gefragt was ihrer Meinung der Grund dafür ist, das Japaner am Wochenende so gern ins Labor gehen. Es kristallisierte sich folgendes heraus: Momentan ist es hier richtig schwül, so dass man eine Klimaanlage sehr zu schätzen lernt. Für die meisten japanischen Studis ist ein klimatisiertes Zimmer jedoch nicht erschwinglich (erst recht nicht in Tokyo!), und in der Uni ist sie umsonst. Ach ja, und bei den Pappwänden hier ist es im Winter zu kalt zu Hause. Da kann man ja dann das Angenehme mit dem Nützlichen… Erschwinglichkeit ist auch eine weitere Motivation in die Uni zu gehen. Viele in Tokyo verfügbare Freizeitaktivitäten sind schlichtweg zu teuer für die regelmäßige Nutzung durch die Studis.

Nur damit wir uns nicht falsch verstehen, gestern war das Labor nicht gerammelt voll mit Klimaanlage-Süchtigen armen Schluckern: Atsushi kam heute mit einem ziemlichen Sonnenbrand in die Uni - er hat das Wochenende mit Freunden am Strand verbracht…

August 6, 2007 Verfasst von Wolf | Eigenheiten, Japan, Leute, Uni | | Keine Kommentare

Urlaub - Tag 9 - Chuzenji-ko

Wunderschön hier, vor allem wunderschön kühl. Recht früh verliessen wir den Campingplatz Richtung Wandergebiet. Unser erstes Ziel hiess Yumoto-Onsen, noch mit dem Bus zu erreichen. Wie der Name schon sagt (Onsen), hier gibt es heisse Quellen.

Yumoto

Und hier begann unser Tagestrip. Nachdem wir uns gegen Gipfelsturm (es hätte 2500 m gegeben) und für Rundwandern entschieden haben, wurden wir nicht enttäuscht.

Insbesondere nicht, da es später zuzog und sogar regnete, was beides sicherlich weiter höher noch unangenehmer gewesen wäre.

Baum See Plains

So war das einzige was manchmal störte die sechs Schulklassen bzw. Ferienlagertrupps mit jeweils etwa 30 zwölfjährigen Japanern/-innen und entsprechendem Lautstärkepegel. Da folgende Video war schon gegen Ende des Weges, da waren sie etwas zahmer:

Hat man eine Gruppe abgehängt, rannte man in die nächste.

Ansonsten kam man sich vor wie in einem Wald der diversen Miyazaki-Animefilme (Mononoke, Mein Nachbar Totoro); viel Moos, viel grün, viel schön.

Der zweite Teil der Wanderung ging in ein Sumpfgebiet über, welches zu Füssen des Narai-Berges liegt. Hier fing es auch an zu regnen, aber irgendwie passte das dazu.

plains1 cheese wasserfall

Da Bild von Sandra schaut zwar ein wenig bescheuert aus, war aber der Versuch, das Fotogehabe der Japaner/-innen nachzustellen. Wichtige Merkmale: Viktory-Zeichen, leicht schräges Stehen, Füße inwärts gerichtet. Immer! Und hier nochmal die Sumpfgegend, mit umnebeltem Narai im Hintergrund.

Schliesslich und endlich auf dem Rückweg zu unserem Campingplatz kamen wir noch bei den Ryuzu-Fällen vorbei, und da gelang mir dieses Bild auf das Caspar David Friedrich stolz gewesen wäre. Ich schwöre, ich habe den Typ nicht gezwungen so dazustehen!

CDF

Das war der Urlaub. Nach Einsammeln der Rucksäcke fuhren wir wieder mit dem Bus nach Nikko und von da mit dem Zug zurück nach Tokyo. Im Zug jedoch leisteten wir uns für die anstrengnde Wanderung noch so ein Lunch-paket, welche es in jeder Bahnhofs-Station zu kaufen gibt und die in äusserst schmucken Schächtelchen verkauft werden. Oichi!!

Lunchbox oichi

August 3, 2007 Verfasst von Wolf | Eigenheiten, Gegend, Japan, Leute, Reise | | Keine Kommentare

Sommer-Alltag in Tokyo

Dieser nette Beitrag ist vielleicht leicht übertrieben, aber so in etwa spiegelt er meine tägliche Erfahrung (und offensichtlich nicht nur meine!) auf dem Weg zur Uni wider:

http://metropolis.co.jp/tokyorantsraves/381/tokyorantsravesinc.htm

Juli 31, 2007 Verfasst von Wolf | Eigenheiten, Japan, Leute | | Keine Kommentare

Prä-Urlaub in Yokohama/Sokendai

Der Reihe nach: Vorvorletztes Wochenende (14./15.07.) hat Michyio mich und Sandra eingeladen zu einem Schreinfest in ihrem Stadtteil von Yokohama. Letzten Endes kollidierte dies mit dem Taifun, daher gab es nur eine abgespeckte Version der Festivitäten. Aber den Gott im Schrein um den es hier ging (und der zum Nachbarschreingott zum Guten-Tag-Sagen getragen wurde) erahnt man hinter diesem Nikolaus/Kimono-Pärchen (Sandra/Michiyo).

Schrein Michiyo Sandra Santa Sandra

Letzlich geht es dort nach dem offiziellen Akt zu wie auf einer Kerwa/Kirmes/Schützenfest. Sprich, dort stehen jede Menge Fressbuden und Kinderbespassungsläden.

Einen davon will ich euch etwas näher bringen, den Goldfish-Catch-Stand.

AngelnAngeln2

Hierbei werden mit einer papierbespannten Kelle so lange Goldfische in eine Schüssel geschippt bis das Papier reisst. Je nach Anzahl der gefangenen Goldfische gibt es Preise (wieder Goldfische). Das “Spiel” erfreut sich hier großer Beliebtheit, und die Fische, die das Fangen/Freilassen/Fangen über sich ergehen lassen müssen sind wohl ansonsten Futterfische für größere Tiere. Naja. Auch die drei Mädels in Yukatas (nicht ganz Kimono) im Bild haben sichtlich Spass. Alternativ kann man natürlich auch mit Magnet-Angeln auf die Jagd gehen, siehe nächstes Bild. Japans gesamte Kultur ist einfach sehr Fisch-geprägt.

Angeln3

Anschliessend sind wir kurz zu Michiyo, und auf dem Weg gab es wieder so einen Mini-Betonmischer. Da das auf dem letzten Bild nicht so richtig rauskam, habe ich mal Michiyo gebeten einen adäquaten Größenmaßstab zu leisten:

Betonmischer_Michiyo

Isses nich süß? Michiyo bestätigte mir, dass Japaner NIEMALS für so ein Bild posieren würden normalerweise…

Apropos Autos: Das hier ist Michiyos Zweitwagen.

Jimmy Car

Na, wer hätte das erwartet? Naja, tatsächlich gehört es ihrem Nachbarn. Uns dreien war es ein Rätsel wie er mit dem Frontspoiler aus derTiefgarage kommt…

Den Abend haben wir dann in Michiyos Drittwohnsitz neben Uni und Wohnung verbracht: ihrer Stammkneipe, in der bereits Bio-Größen wie Uwe Homberg, Randolf Menzel und Friedrich Barth verköstigt wurden.

Kneipe

Die Besitzer waren überaus freundlich, und wir saßen bis etwa zwei Uhr am Tresen, nachdem das Besitzer-Pärchen um etwa elf Uhr das “closed”-Schild rausgehängt hatte. Selbst Michiyo war überrascht, als uns der Wirt zum Bier einlud!

Den ganzen Sonntag über hatten wir einen recht entspannten Tag in Sokendai, man kommt sich dort wirklich wie in einem Urlaubsresort vor. Als Tokyoter ist man vor allem beeindruckt von den Platzverhältnissen, dies hier ist der Gemeinschafts-Essraum. Auch ein Wiedersehen mit Jake und Roman (nicht im Bild) gab es hier, zwei weiteren JSPS-Fellows aus den USA. Um Tokyo etwas zu verteidigen, weggehen ist in Sokendai immer so eine Sache, da vertreibt man sich den Abend dann lieber mit so Spielen wie Münzdrehen auf dem Riesentisch mit Sake (zweites Foto).

Sandra_JakeJake_Sake

Juli 30, 2007 Verfasst von Wolf | Eigenheiten, Gegend, Japan, Leute | | Keine Kommentare