Indian summer und seine Rückstände
Neu-England ist ja berühmt für die Farbenpracht der Bäume während des „Indian summer“, dem Herbst hier. Und wirklich, es schaut schon toll aus mit all den roten, gelben, grünen, braunen Bäumen. Zwei Wochen später allerdings, wenn die Blätter dann runter sind, stellt sich den Gartenbesitzern oder -mietern eine ganz andere Frage: Wohin mit all’ dem Laub? Tja, und dieses Wochenende, als wieder die Laubbläser in der Nachbarschaft zum Konzert ansetzten, habe ich mal meine Harke ausgepackt und etwa zwei Stunden geschuftet. Daher hier ein paar Eindrücke, die man beim Schlagwort „Indian Summer“ normalerweise nicht zu sehen bekommt:

Die beiden Laubhaufen repräsentieren etwa die Hälfte des Laubes…
Martha’s Vineyard
…ist eine Insel vor Woods Hole, manchen bekannt als Rekreationsort der amerikanischen Noblesse. Dafür sprechen diese Bilder:

Aber auch norddeutsches ist hier vertreten:
(für dich, Mona)
Anderen dürfte der kleine Ort Edgartown als Filmort „Amity“ in Erinnerung sein, aus na, welchem Film? Kleine Hilfe – ein berühmtes Filmzitat ist: „We’re gonna need a bigger boat!“
And so they did:

Zusammen mit Christian und zwei Mietfahrrädern fuhren wir bis an die Ostküste von Chappaquiddik, einer kleinen Subinsel von Martha’s Vineyard. Neben unglaublich großen Wellen und schönem Sandstrand hat diese Insel auch vor exakt 40 Jahren und zwei Tagen Berühmtheit erlangt als das Ende von Ted Kennedys Präsidentschaftsplänen – er fuhr dort betrunken seine Sekretärin in den Tod („the Chappaquiddik incident“). Nuja, ich habe mir dort nur einen Sonnenbrand geholt, aber der hat es in sich!
Auf dem Rückweg haben wir noch einen schönen Blick auf die Landzunge zwischen Woods Hole und Nobska Point gehabt…

Wasserhaus
DIE Alternative zum Baumhaus! Davon dümpeln so einige hier im Hafen und vor Woods Hole rum – ich finde sie sehr ansprechend…

4th of July
Schon ne Weile her, aber erwähnenswert: Pünktlich zum Independence Dayfindet hier in Woods Hole eine Parade der besonderen Art statt: alle Kurse des MBL nehmen gewöhnlich teil und ebenso regelmäßig endet die Parade in einer Riesen-Wasserschlacht. Da unser Kurs letztes Jahr wohl eher langweilig daherkam, mussten wir das dieses Jahr aufholen. Dafür bauten wir einen gigantischen dreiäugigen Frosch aus Pappmaschee, den wir – sicher ist sicher – mit Haarlack wasserfest machten und mit einer roten Water-Pumpgun ausstatteten.

Er hielt den Wasserbombenattacken der Embryologen auch erstaunlich gut stand. Nur als sie mit einem gigantischen Netz ankamen wurde es eng. Zwar konnten wir sie abwehren, aber einige rissen unserem Frosch ein Bein ab, wohl bekomms. Aber lustig war’s!

Parasitologen, passend verkleidet.

Die Ento, Ecto- und Mesoderm-Section von Embryology übt ihren 70’s-Gastrulationstanz.
Uäääähhh!!!
…macht Angela, wenn es Breadpudding in der Mensa gibt. Aber auch schon mal im Kidd:
Dienstag, Woche 4
Unglaublich was alles so geht:
Heute haben wir zugesehen wie einer betäubten Maus lokal der Schädel auf 20 µm abgetragen wurde, um anschliessend durch den Knochen GFP-exprimierende Dendriten mittels 2-Photonen-Mikroskopie zu imagen. Das klingt zwar relativ brutal, ist aber verglichen mit anderen Methoden relativ non-invasiv. Immerhin wird diese Maus noch öfter gescannt, um den Dendriten bei ihrer Plastizität zuzusehen…
Davor haben wir meine Diplomarbeit in drei Stunden gemacht.
Kommunikation
Talking of communication: Dieses Bild hier spricht Bände- ein Plakat, welches bei uns im Labor hängt, zusammen mit Janaina, der Brasilianerin.
Der Wahlspruch aller Nicht-Muttersprachler….

maledivische Botschaft und Verkehrs-Bademeister
Da sag noch einer die kleinen Länder hätten keine würdigen Vertretungen!
Immerhin, die Gegend hat eine gewisse Reputation: zwischen Tokyo Tower und Roppongi, das ist eine gute Adresse!
Ob die Tokyoter Polizei sich allerdings von dem Inselstaat hat inspirieren lassen für diesen Bademeisterposten gleich davor bleibt ihr Geheimnis:
Fitnessdrink 2008
Heute war ich Mittagessen einkaufen mit Ryota (Mensa hat zu, Obon-Feiertage!), da zockt er sich doch einen seltsamen Saft, ich nicht faul hole mir natürlich sofort das zweite Produkt der Linie:
Es handelt sich um Apfel-, bzw. Ananassaft mit Essig (black vinegar). Klingt komisch, schmeckt ungefähr so wie man es sich vorstellt (ziemlich lecker also) und hat diesen Hintergrund: Immerhin befinden wir uns hier im Land welches Yakult und das isotonische Getränk erfunden hat (zumindest zweiteres könnte ich mir gut vorstellen), und wo es neben den Kassen eigene Regale mit Vitamin- und Mineral-Shots gibt (Dicker, das is halt doch dein Land). Und, ihr ahnt es, der neue Gesundheitsrenner hier ist – Essig! Demnächst auch in ihrem Laden…
Idole – Teil 2
Nachdem ich euch vor geraumer Zeit das Computerdesktop-Mädchen meines Labors vorstellte (Blogeintrag „Idole„, eigentlich eine eigene Rubrik wert: Bildschirmhintergrund-Babes, die Spindluder der Computernerds…), kommt nun das entsprechende Bubi-Bild. Warum ich dieses schäbige Bahnstationsposter für repräsentativ halte? Heute habe ich zum dritten Mal beobachtet wie dieses Bild von kichernden Mädchen mit ihren Fotohandys abgelichtet wurde, das sollte reichen.
…und nein, ich habe bei dem Machen des Fotos NICHT albern gekichert! (auch wenn sich der ein oder andere Passant argwöhnisch umgedreht hat)!
-
Letzte
-
Links
-
Archive
- November 2009 (1)
- Oktober 2009 (1)
- September 2009 (1)
- Juli 2009 (6)
- Juni 2009 (9)
- März 2009 (1)
- März 2008 (1)
- August 2007 (23)
- Juli 2007 (24)
- Juni 2007 (23)
-
Kategorien
-
RSS
RSS der Einträge
Kommentarfeed