Geburtstag
Ach ja, da war ja was: Alle Jahre wieder und so…
Riesengeburtstagsfan der ich bin, hatte ich ja ein wenig gehofft hier in Woods Hole würde das untergehen in all dem Stress. Weit gefehlt! Irgendwann war das ganze Lab leer, und unter kruden Vorwänden wurde ich in den „Pit“, unseren Aufenthaltsraum geschleust. Dort, erst alles dunkel und dann Riesenüberraschung, alle da und „Happy Birthday“ johlend! Dazu gabs lecker amerikanisch Pampe-Kuchen, Sekt und Kerzenausblasen – doch, war nett!
Das Highlight war allerdings schon vorher geplant: Doppel-Lobster-Special bei Shuckers, dem Restaurant neben Kaptain Kidd (für die Eingeweihten). Für läppische US$ 24 bekommt man Miesmuscheln, andere Muscheln, Maiskolben, Hummer – und Dienstags NOCH einen Hummer gratis dazu. Wir sind bestimmt zu zehnt dorthin, war lustig.


Abends im Kidd wurde ich Opfer des Drink-Brauches: Ziemlich viele fühlten sich bemüßigt, mir einen Drink zu spendieren, da waren neben Klassikern wie Tequila auch Spezialitäten wie „brain hemorrhage“ dabei! Ich hatte dummerweise Laura verraten, dass ich einen „Schnapsgeburtstag“ feiere, und als ehemalige Barkeeperin kam sie mit der Hirnblutung um die Ecke (nachdem sie dem Barkeeper erklärt hat wie man ihn macht).

Davor und danach war selbstverständlich 3h Vorlesung, Labor, Labor…
Ach ja, das hätte ich fast vergessen: Meine brasilianische Laborpartnerin an dem Tag versuchte, „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag“ zu sagen: Fail. Es klappte so halbwegs, nachdem sie es lautmalerisch ins portugiesische übersetzt hat: „Rertislichen gluckvunchi tsum guibultstack!“
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Hallo Wolf, wenn du dich mal bei dein er Brasilianerin revanchieren musst und zum Geburtstag gratulierst (oder zu irgendwas anderem – das heißt: Parabens a voce!Mich erinnern deine Berichte sehr an meine Sprachkurszeit in Brasilia, wo wir aus 20 Nationen zusammen waren und es meist auch sehr lustig zuging!
Liebe Grüße Deine Schwester Dörte