Wolf und die Welt

Diverse Belanglosigkeiten

Urlaub – Tag 6 – Futo/Izu

Also ging es weiter Richtung Norden, erst nach Atami, und dann nach Ito zur Touri-Information. Erste schlechte Nachricht: der Campingplatz, den wir uns erst ausgekuckt hatten gab es nicht mehr. Zweite schlechte Nachricht: der andere Campingplatz ist ziemlich weit ausserhalb, etwa 30 Minuten zu Fuss von Bahnhof Futo. Nun denn, JHs gab es garnicht, und da diese Halbinsel so etwas wie das Urlaubseck Tokyos ist, waren Pensionskosten recht hoch. Also gelaufen! Immerhin, auf dem Weg zum Campingplatz sahen wir bei einer Schule diesen netten Ampeldrückknopf:

Kitty

Der Platz war auch fast nicht schwer zu finden, problematischer war das abklären der Details, da die Platzmama quasi gar kein Englisch sprach. Schliesslich kam sie mit ihrer Tochter am Telefon an, das half. Kleiner Trost: der Campingplatz hatte ein Sento (siehe Bilder), sogar mit Blick auf die Büsche. Für Sandra weniger schön: das Sento hatte auch ziemlich große Spinnen. Bei mir konnte man dafür richtig sehen wie unter dem Emaillebottich eingeheizt wurde (man ahnt den Rauch). Das Ganze hatte etwas von Hexenkochtopf, so gefühlsmäßig.

CampositeFuto_sento1Futo_sento2

Es gab einen Grund, warum unsere meisten Mitcamper mit dem Auto angereist waren (und die Tochter am Telefon ganz entsetzt war als sie hörte wir wären zu Fuss gekommen): ausser einem Getränkeautomaten gab es dort nichts.

Aber, freundlich wie die Japaner sind, kam die Tochter noch vorbei und fuhr mit uns einkaufen. Das nenn ich Service! Wir besorgten Abendbrot und Frühstück (und ich bestehe darauf, Labberbrötchen HABEN einen Nährwert…), und, da wir eh nichts grosses mehr machen konnten und auf dem Platz festhingen: Sake. Wieder grosse Augen bei der Tochter: „You know, if you drink too much Sake, it will make you dizzy in your head!“ Und? Darum geht’s doch! So eine Zeltübernachtung erträgt sich besser mit etwas Bettschwere. Aber gut, nur 2 Gläser/Person… Wir haben es später bereut.

August 3, 2007 - Verfasst von Wolf | Gegend, Japan, Leute, Reise | | 1 Kommentar

1 Kommentar »

  1. große Spinnen ist ja gar kein Ausdruck -riiiiieeeesig und noch allerlei anderes Krabbelgetier – langweilig wurde es einem da drin nicht und Hexenkochtopf kommt der Beschreibung für die Bäder sehr nahe, das waren bestimmt 45°C (wenn nicht mehr), ich war jedenfalls krebsrot nach ungefähr 3 Minuten, aber der Blick auf den wirklich schönen Wald während des Bades ließ einen die Schmerzen der Verbrennungen kurzzeitig vergessen, aber ich glaube ich habe noch eine halbe Stunde danach gedampft…;-). Als ich dann aus dem Bad raus bin, ist gerade eine Mutter mit Kind rein und die haben erst mal kaltes Wasser reinlaufen lassen. Ob ich da wohl was falsch gemacht habe???
    Was den Sake angeht, so haben wir natürlich nicht bereut Sake getrunken zu haben, sondern vielmehr zu wenig Sake gekauft zu haben. War lustig im Zelt, das so klein war, dass wenn sich einer umdrehen wollte, der andere quasi mitmachen musste. Andererseits wäre Wolf bei noch mehr Sake vielleicht noch unmöglicher geworden. Zweimal hat er mich so schon fast zu Tode erschreckt, aber paß auf Böbbelsche, irgendwann werd´ich mich rächen, dann wenn du es am wenigsten erwartest – harharhar…

    Kommentar von Sandra | August 4, 2007 | Antworten


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